Taufrisch in den Frühling!

Ausgabe 2020.04

Endlich Frühling! GESÜNDER LEBEN zeigt, wie jetzt Ihr Teint mit der Sonne um die Wette strahlt. Die besten Anti-Aging-Tipps – speziell für reifere Haut.


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Wenn die Luft endlich wieder mild duftet, die Sonne auf der Haut kitzelt und die Vogerln vor Freude zwitschern, sind Frühlingsgefühle programmiert. Keine Jahreszeit wird so heiß ersehnt wie der Lenz. Endlich blühen wir wieder auf. Und auch unsere Haut ist froh, die tristen Wintermonate hinter sich lassen zu können!

Gesundheits Tipp

Vorsicht, Frühlingssonne!

Die ersten Strahlen des Jahres sind nicht nur die schönsten, sondern leider auch die gefährlichsten. Vor allem älter werdende Haut muss geschützt werden. Die wichtigsten Fakten zur Frühlingssonne:

Mangelnde Lichtschwiele: Nach dem langen Winter ist die Haut nicht an Sonne gewöhnt. Es fehlt an einer sogenannten Lichtschwiele, also einer schützenden Verdickung der Hornschicht, welche erst nach und nach durch Sonnenkontakt entsteht. UV-Schäden entstehen im Frühling also deutlich schneller als sonst.

UV-Schäden nicht spürbar: Während man die Wärme der Sonne auf der Haut spüren kann, lässt sich ihre UV-Intensität nicht so einfach erfühlen. Erst wenn die Haut gerötet ist und brennt, spüren wir, wie stark die Sonne wirklich ist. Doch dann ist es bereits zu spät; Rötungen bedeuten immer eine Schädigung.

Wolken schützen nicht: Viele unterschätzen die Strahlenintensität bei vermeintlich schlechtem Wetter. Dabei dringen fast 70 Prozent der schädlichen UV-Strahlen auch durch eine dicke Wolkendecke hindurch.

UV-Schutz wie im Sommer: Zum Schutz der Haut ist ein UV-Filter im Frühling ebenso wichtig (wenn nicht sogar noch wichtiger) als im Sommer. Ein Schutzfaktor von mindestens 30 sollte gewählt werden, wenn man sich länger als 20 Minuten im Freien aufhalten möchte.

Sonnenschutz für reife Haut: Älter werdende Haut reagiert auf Sonne besonders empfindlich. Achten Sie darauf, dass die verwendete Sonnencreme mit den Vitaminen C und E versehen ist, um die Haut abwehrfähig gegen UV-Angriffe zu machen.

Sonnenstraßen nicht vergessen: Nicht nur die Haut im Gesicht will vor UV-Schäden geschützt sein, auch die sogenannten Sonnenstraßen (also Dekolleté, Handrücken und Fußrücken) brauchen intensiven Schutz.

Frühling: So reagiert unsere Haut
Die milden Temperaturen und ersten Sonnenstrahlen wirken wie ein Motor auf die Vitalprozesse der Haut. Deutlich spürbar ist vor allem die verbesserte Talgproduktion. Je wärmer es draußen wird, desto besser kann die Haut Fett produzieren. Aber nicht nur die Talgaktivität, sondern auch sämtliche anderen Stoffwechselaktivitäten der Zellen laufen mit mehr Schwung. Das ist gut, denn je aktiver die Mikrozirkulation ist, desto besser funktioniert auch die Regeneration. Der Frühling treibt unser persönliches Schönheitspotenzial regelrecht auf ein Maximum. Doch Vorsicht: Wer sich allein auf den Lenz verlässt, versäumt wichtige Pflegemaßnahmen. Denn vor allem älter werdende Haut braucht zu Saisonbeginn einige besondere Anti-Aging-Maßnahmen.

Pflege: Je leichter, desto besser
Ohne eine schützende und intensive Fettschicht hätte vor allem älter werdende Haut den Winter nicht so glimpflich überstanden. Wer in den kühlen Monaten konsequent mit nährenden Cremes und Masken gearbeitet hat, dürfte mit einem wohligen Hautgefühl in den Frühling starten. Das ist prima. Aber dennoch ist nun eine Zeit der Veränderung. Die nährenden Produkte des Winters haben ihr Soll erfüllt. Wer bei steigenden Temperaturen noch immer mit fetthaltigen Produkten arbeitet, droht die Haut zu beschweren und ihr so ihre frühlingshafte Leichtigkeit zu rauben. Statt lipidhaltiger Texturen sind jetzt leichte, feuchtigkeitsspendende Pflegen gefragt.

Wer nicht weiß, wohin mit den Resten reichhaltiger Wintercremes, gönnt seinen Händen und Füßen damit einfach eine kleine Intensivpflege. Als Maske aufgetragen, wirken die Cremes wohltuende Wunder bei trockener Haut an Händen und Füßen.


 

Pflege-Umstellung: behutsam vorgehen
Der Wechsel von fetthaltiger Creme zu einer leichten Hydropflege ist normalerweise kein Problem. Bei reifer Haut kann das jedoch anders sein. Sie braucht manchmal etwas länger, um sich an einen Pflegewechsel zu gewöhnen – und genau deshalb sollte man bei der Umstellung behutsam vorgehen. Benutzen Sie daher die neue Hydrocreme zunächst nur am Tag, während Sie als Nachtpflege weiter mit der Lipidcreme des Winters arbeiten. Zeigt die Haut nach circa drei bis vier Tagen keine ungewünschten Reaktionen, kann die Hydropflege auch am Abend eingesetzt werden. Je behutsamer man vorgeht, desto besser. Wer beispielsweise ein leichtes Hautspannen oder Trockenheitsstellen bemerkt, lässt sich mit der Umstellung noch ein paar Tage länger Zeit.

Augenpflege: Fett und Feuchtigkeit sind gefragt
Die Haut um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Je älter sie wird, desto anspruchsvoller zeigen sich ihre Eigenheiten. Anders als bei der restlichen Haut empfiehlt sich hier daher kein Wechsel der Pflegeprodukte. Die Augen benötigen das gesamte Jahr über einen ausgewogenen Pflegemix aus Fett und Feuchtigkeit. Ideal sind spezielle Augenpflegen, die beide Pflegekomponenten zu gleichen Teilen beinhalten. Ein Mangel an Fett würde bei dieser extrem dünnen Hautregion dazu führen, dass sie den aufgenommenen Hydrogehalt nicht speichern kann und so unnötig viel Feuchtigkeit verdunstet. Andersherum gilt: Ein Übermaß an Fett nährt die Haut nur oberflächlich, während in der Tiefe Feuchtigkeit fehlt und kleine Trockenheitsfältchen entstehen. Daher gilt: Die Augen zweimal täglich mit der gewohnten Augenpflege salben. Wer mag, kann im Frühling außerdem mit ergänzenden Hydro-Augenmasken arbeiten; ein kleines Plus an Feuchtigkeit schadet schließlich nie.

Vitamine: Powerstoffe für starke Haut
Mit dem Frühling beginnt auch die Freiluftsaison. Und mit dieser beginnen auch die Umweltangriffe gegen die Haut. Wer sich viel im Freien aufhält, kommt unweigerlich in Kontakt mit UV-Strahlung, Ozonbelastung, Abgasen und anderen Stressfaktoren. Je älter die Haut wird, desto empfindlicher reagiert sie auf derartige Belastungen. Was hilft? Ganz einfach: ein starker Eigenschutz! Und für diesen braucht es vor allem eine gute Vitamin-Versorgung. Spezielle Anti-Aging-Pflegen wissen um den erhöhten Vitamin-Bedarf der Haut und sind mit Powerstoffen, wie z. B. Vitamin C und E, angereichert. Diese Kraftbündel brauchen die Zellen vor allem für die Bildung sogenannter Antioxidantien; also solcher Stoffe, die umweltbedingte Zellschädigungen abwehren. Ebenfalls effektiv, um älter werdende Haut frühlingsfit zu machen, ist Vitamin B. Zur Familie der B-Vitamine gehören Vitamin B5 und B7; sie sind dafür da, Hautschädigungen zu reparieren und gleichzeitig stärkend auf die Zellstruktur zu wirken. Die Haut wird so nicht nur abwehrfähiger, sondern auch straffer und schöner.

Natürlich hilft alles, was von außen Wirkung zeigt, auch (oder sogar erst recht) von innen. Achten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung. Frisches, saisonales Gemüse ist ein guter Vitamin-Lieferant. Wer täglich drei bis vier Portionen Gemüse in seinen Speiseplan integriert, ist bestens versorgt.

Baba, Grauschleier: Unsere Haut soll strahlen!
Alle reden von guter Laune und Frühlingsgefühlen, nur Ihre Haut will nicht so recht mitmachen? Keine Sorge: Wenn der Blick in den Spiegel grau, schlaff und müde ausfällt, ist der Frühling nicht an Ihnen vorbeigezogen. Es sind lediglich noch die restlichen Spuren des Winters, die die Sonnenlaune trüben. Durch die Trockenheit und Kälte der vegangenen Monate ist die Haut manchmal mit einem Schleier aus Hornschüppchen bedeckt, der sie grau wirken lässt. Wer einen solch tristen Teint munter machen will, gönnt der Haut intensive Peelings. Verwenden Sie dafür Peelings mit mechanischen Schleifgranulaten, die selbst hartnäckige Ablagerungen wegrubbeln. Wirkt die Haut nach dem ersten Peelen noch immer müde, kann der Prozess mehrmals nacheinander wiederholt werden. Wichtig ist nur, dass man dem Teint zwischen den Peelings circa 24 Stunden Zeit zur Regeneration gibt. Außerdem gilt: Jedem Peeling folgt intensive Pflege. Nach den Rubbelkuren läuft die Zellzirkulation auf Hochtouren, sodass Pflegestoffe nun besonders gut aufgenommen werden. Gönnen Sie der Haut beispielsweise eine Feuchtigkeitsmaske oder ein Vitaminserum; sie wird es Ihnen mit einem frischen Frühlingsstrahlen danken.

Bürstenmassagen für Gesicht und Körper fühlen sich nicht nur angenehm an, sondern haben einen ähnlichen Effekt wie ein Peeling. Durch die Bürstenstriche werden Hautschüppchen gelöst und die Zellzirkulation angeregt. Wer mag, benutzt die Bürsten beim Duschen und Waschen oder in Ergänzung zum Peeling.

Frühjahrsmüdigkeit: Gerade bei ältere Haut normal
Sie peelen und peelen. Und dennoch will Ihre Haut nicht so recht strahlen? Kein Wunder: Frühjahrsmüdigkeit ist häufig nicht nur ein fühlbares, sondern auch ein sichtbares Problem. Vor allem reife Haut neigt zu Jahresbeginn zu einer gewissen Mattheit. Dieses Phänomen hat seinen Grund darin, dass der Körper viel Energie aufwendet, um Vitalprozesse aktiv zu halten. Die Haut, aber auch der restliche Organismus stellen sich auf die neuen Temperaturen ein, bereiten sich auf die Sonne vor und sind mit einer Vielzahl an Vitalprozessen beschäftigt; all das bringt den Körper zwar in Schwung, wirkt am Ende des Tages aber erschöpfend. Gerade im Teint kann sich die Müdigkeit schnell bemerkbar machen. Was hilft? Kleine Auszeiten! Und zwar nicht nur für den Körper, sondern auch für Haut und Seele. Gönnen Sie sich eine kleine Gesichtsmassage. Dafür können Sie selbst Hand anlegen oder sich in die Hände einer professionellen Kosmetikerin begeben. Der Effekt: Bereits nach zehn Minuten solch wohltuender Berührungen drosselt sich das Level von Stresshormonen im Blut. Wir fühlen uns wohler und strahlen das auch aus. Die Haut wird an den massierten Stellen derart gut durchblutet, dass angelagerte Schlackstoffe sich lösen und vom Stoffwechsel abgebaut werden. Nun noch kurz nachruhen – und anschließend mit einem neuen Strahlen erwachen!

Edle Energie: die Kraft von Rosenquarz und Co
Belebende Massagen lassen sich nicht nur mit den Händen durchführen. Immer mehr Beauty-Experten setzen auf Gesichtsroller aus Elsteinen, wie z. B. Rosenquarz, Jade oder Bergkristall. Die Idee dahinter: Edelsteine stammen aus tiefen Erdschichten und tragen eine Energie in sich, die sich seit Jahrtausenden in den Gesteinsschichten der Erde bündelt. Zudem setzen sie sich aus Mineralienstrukturen zusammen, die nährend auf die Haut wirken sollen. Vor allem reife Haut neigt manchmal zu einem Mineralienmangel und kann von den Edelsteinmassagen profitieren. Weiterer Effekt: Die Edelsteine wirken nicht nur mineralisierend und vitalisierend, sondern vor allem auch kühlend. Kleine Schwellungen an den Augen lassen sich mit dem sanften Druck der Steine rasch lindern. Andere Gesichtspartien profitieren von dem Mix aus Druck und Kühlung, indem ihr Stoffwechsel angeregt wird und sich der Massageeffekt so noch weiter intensivieren lässt. Und abgesehen davon fühlt sich die Edelsteinmassage einfach herrlich an. Und genau darum geht es doch letztlich im Frühling; um ein herrliches Gefühl – zum Aufblühen. Genießen Sie es! 

 

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