Das wird Ihr schönes Jahr!

Ausgabe 2020.02

Kosmetische Pflege war noch nie so innovativ wie heute. GESÜNDER LEBEN hat die heißesten Beauty-Trends – von Anti-Pollution-Pflege bis zum Einsatz von Aktivkohle für die Schönheit. Plus: die Make-up-Trends des Jahres.


Foto: iStock - gilaxia

Schönheit ist zeitlos. Eine gesunde, strahlende Haut war schon immer en vogue – und wird es wohl auch immer bleiben. Doch der Weg dorthin war noch nie so genial und einfach wie heute. Jahrelange Erfahrung sowie neueste Technologien bringen Kosmetikunternehmen dazu, Produkte zu entwickeln, die den Traum von perfekter, junger und vitaler Haut immer komfortabler und realer machen. Wer heute schön sein will, sollte auf die Pflege-Trends von morgen setzen. GESÜNDER LEBEN verrät, welche das sind …

Anti-Pollution-Pflege: Schutz vor negativen Umwelteinflüssen
Dadurch, dass die Haut unsere äußere Grenze bildet, ist sie von allen Organen am meisten und am unmittelbarsten von Umweltbelastungen betroffen. Sie ist vor allem der UV- und Infrarot-Strahlung permanent ausgesetzt. Außerdem lagern sich Feinstaubbelastungen, Ozon und alle sonstigen Rückstände auf der Haut ab. Die sogenannte Anti-Pollution-Pflege ist ein kosmetisches Novum, das diesem Umstand nun trotzt. Diese Spezial-Produkte sind auf die Abwehr sämtlicher Umweltgifte ausgerichtet und unterstützen zugleich die hauteigene Abwehrkraft. Entwickelt wurden beispielsweise spezielle Reinigungssysteme, die toxische Rückstände effektiv von der belasteten Haut entfernen. Andere Spezial-cremes arbeiten mit hoch konzentriertem Vitamin C und E sowie anderen modernen Schutzstoffen (z. B. Ferulasäure). Aber auch natürliche Gift-feinde, wie z. B. Weißer Sanddorn oder Bioflavonoide aus Zitrusfrüchten, kommen zum Einsatz. Ziel der Anti-Pollution-Pflege ist dabei immer dasselbe: Die Haut vor negativen Umwelteinflüssen zu schützen und Schutzbarrieren aufzubauen.

Elektro-Power: Für porentiefe Reinheit und Vitalkraft
Der gute alte Waschlappen hat ausgedient. Wer mit der Zeit gehen will, setzt ab sofort auf Elektrotechnik. Elektrisch angetriebene Bürsten zur Hautreinigung sind ein Trend, der aus den USA auch nach Österreich schwappt. Und das aus gutem Grund. Durch die feinen Bürstenhärchen und kleinen Kreisbewegungen werden Rückstände (z. B. Make-up-Reste, Talg, Umweltschmutz und Bakterien) so sanft und zugleich gründlich abgetragen wie noch nie. Weiterer Bonus: Durch die Bürstenbewegung wird die Mikrozirkulation der Hautzellen angeregt. So kommt es zu einer verbesserten Nähr- und Sauerstoffversorgung und damit zu einer besseren Regenerations- und Vitalkraft der Haut. Oder kurz gesagt: Die Haut strahlt so sauber und gesund wie schon lange nicht!

Edelmetalle für einen Traumteint
In der Medizin werden Edelmetalle schon lange eingesetzt, um Wunden zu desinfizieren und die Wundheilung voranzutreiben. Diesen Effekt machen sich nun auch moderne Pflegeprodukte zunutze. Sogenanntes Mikrosilber ist in seiner Struktur besonders fein aufgearbeitet und bereits in kleinen Konzentrationen hoch wirksam. Es wird vor allem bei empfindlicher oder gereizter Haut eingesetzt, da es die Hautflora stärkt und die Regenerationskraft der Haut unterstützt. Auch bei Akne wirkt Mikrosilber lindernd und heilend. Ebenfalls groß im Kommen sind Kupfer-Essenzen. Auch dieses Metall hat entzündungslindernde Eigenschaften. Darüber hinaus ist es fähig, die hauteigene Kollagen- und Elastinproduktion zu verbessern und dem Teint so mehr Spannkraft zu schenken.


 

Aktivkohle: Schön durch schwarzes Pulver
Ebenfalls ein Wirkstoff, den man bisher nur aus dem medizinischen Bereich (als Mittel gegen Magen-Darm-Probleme) kannte, ist Aktivkohle. Inzwischen ist das schwarze Pulver auch aus der Kosmetik-Industrie nicht mehr wegzudenken. Aktivkohle ist dafür bekannt, Giftstoffe und Fette an sich zu binden und die Haut von Umweltgiften, aber auch Bakterien und überschüssigem Hautfett zu befreien. Vor allem bei Akne und Mitessern versprechen Aktivkohle-Kosmetika gute Erfolge. Doch nicht nur als Masken und Peelings kommt der moderne Wirkstoff zum Einsatz, sondern immer öfter auch als Haarkur bei besonders fettiger Kopfhaut. Wichtig zu wissen: Wegen des hohen Austrocknungseffekts sind Aktivkohleprodukte nur für sehr ölige Haut geeignet. Trockene und empfindliche Hauttypen könnten durch den schwarzen Wirkstoff gereizt werden.

Zero Waste: schön für die Umwelt
Nachhaltigkeit ist ein ganzheitlicher Gedanke, der längst nicht mehr vor der Badezimmertür haltmacht. Sogar das Gegenteil ist der Fall! Immer mehr Kosmetikprodukte verzichten auf künstliche Inhaltsstoffe und setzen auf rein biologische Substanzen. Denn davon profitiert nicht nur Mutter Natur, sondern vor allem auch unsere Haut. Naturessenzen werden oft einfach besser vertragen. Neu im Segment biologischer Kosmetik ist der Trend zu „Zero Waste“. Ziel ist die Vermeidung von überflüssigen Abfällen durch biologisch verwertbare Verpackungsmaterialien oder sogar einen gänzlichen Verzicht auf Verpackung. Vor allem Seifen und sogenannte feste Shampoos kommen inzwischen immer häufiger am Stück und machen eine (Plastik-)Verpackung überflüssig. Wir finden: ein genialer Trend!

Milchsäurebakterien: vom Joghurt in die Creme
Milchsäurebakterien (auch Probiotika genannt) kennen wir bisher vor allem aus dem Supermarkt. In vielen Joghurt- und Topfenprodukten sind solche Mikroorganismen enthalten. Sie sind dafür bekannt, die Darmflora zu unterstützen und zur Gesunderhaltung des Darms beizutragen. In der Forschung konnte nun herausgefunden werden, dass Milchsäurebakterien eine beruhigende Wirkung auf die Haut haben. Vor allem zur Linderung von Akne, gereizter Haut und Rosazea werden immer häufiger Probiotika eingesetzt. Masken und Pflegecremes mit solch lebenden Mikroorganismen sind außerdem dazu fähig, die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen.

Cannabisöl: Hanf für die Haut
Nein, keine Sorge, von modernen Hanf-Cremes wird niemand high. Das verwendete Hanföl enthält keinerlei berauschende Substanzen. Vielmehr hat Cannabisöl eine beruhigende Wirkung auf gereizte Haut. Vor allem Schuppenflechten, Ekzeme und Akne konnten mit dem Naturöl gut behandelt werden. Was hier so modern klingt, ist übrigens nicht wirklich neu. Bereits in der Antike wurden Cannabissalben zur Linderung bei entzündeter Haut verwendet. Heute wird der Wirkstoff oft in Kombination mit anderen Naturessenzen verarbeitet, um eine noch wirksamere Dosierung zu erreichen. So kommt es beispielsweise zu einer Kombination mit Ringelblumen- und Kamillenextrakten, um sensible Haut möglichst sanft zu salben. Auch werden Oliven- oder Rosenöl den Hanf-Essenzen beigemischt, um eine optimale Rückfettung zu erreichen. Doch egal in welcher Kombination, es bleibt eine Tatsache: Cannabis ist im Kommen.

Flüssige Peelings statt Mikroplastik
Zero-Waste-Kosmetik verzichtet auf Plastikverpackungen. Noch nachhaltiger sind nur solche Kosmetika, die außerdem den Einsatz von (Mikro-)Plastik in den Pflegeprodukten selbst vermeiden. Aktuell im Trend liegen vor allem sogenannte flüssige Peelings, die nicht mit mechanischen Schleifpartikeln, sondern kosmetischen Säuren (z. B. Glykolsäure) arbeiten. Solche Peelings weichen die oberste, verhornte Zellschicht vorsichtig auf und tragen auf diesem Weg angelagerte Rückstände ab. Wichtig: Die Essenzen sind zwar gering und hautfreundlich konzentriert, dennoch sollten empfindliche Hauttypen die neuen Peelings zunächst an einer kleinen Hautstelle austesten. Sicher ist eben sicher.

Transformative Texturen: Pflege mit Zauber-Effekt
Wenn Öl beim Einmassieren in die Haut zu einem Schaum wird oder aus einem kühlen Gel eine warme Milch-Essenz entsteht, ist das keine Hexerei, sondern modernste Kosmetik-Technologie. Als transformative Texturen werden solche Essenzen bezeichnet, die während der Benützung ihre Beschaffenheit verändern und damit die Vorzüge verschiedener Texturen in sich vereinen. Die Haut profitiert von der Pflegekraft zweier Essenzen in nur einer Anwendung. Das klingt nach Zukunftsmusik? Das ist es aber nicht! Willkommen im Jahr 2020! 

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