Samstag, 28. März 2020

Das wird Ihr schönes Jahr! - Aktivkohle

Ausgabe 2020.02
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Aktivkohle: Schön durch schwarzes Pulver
Ebenfalls ein Wirkstoff, den man bisher nur aus dem medizinischen Bereich (als Mittel gegen Magen-Darm-Probleme) kannte, ist Aktivkohle. Inzwischen ist das schwarze Pulver auch aus der Kosmetik-Industrie nicht mehr wegzudenken. Aktivkohle ist dafür bekannt, Giftstoffe und Fette an sich zu binden und die Haut von Umweltgiften, aber auch Bakterien und überschüssigem Hautfett zu befreien. Vor allem bei Akne und Mitessern versprechen Aktivkohle-Kosmetika gute Erfolge. Doch nicht nur als Masken und Peelings kommt der moderne Wirkstoff zum Einsatz, sondern immer öfter auch als Haarkur bei besonders fettiger Kopfhaut. Wichtig zu wissen: Wegen des hohen Austrocknungseffekts sind Aktivkohleprodukte nur für sehr ölige Haut geeignet. Trockene und empfindliche Hauttypen könnten durch den schwarzen Wirkstoff gereizt werden.

Zero Waste: schön für die Umwelt
Nachhaltigkeit ist ein ganzheitlicher Gedanke, der längst nicht mehr vor der Badezimmertür haltmacht. Sogar das Gegenteil ist der Fall! Immer mehr Kosmetikprodukte verzichten auf künstliche Inhaltsstoffe und setzen auf rein biologische Substanzen. Denn davon profitiert nicht nur Mutter Natur, sondern vor allem auch unsere Haut. Naturessenzen werden oft einfach besser vertragen. Neu im Segment biologischer Kosmetik ist der Trend zu „Zero Waste“. Ziel ist die Vermeidung von überflüssigen Abfällen durch biologisch verwertbare Verpackungsmaterialien oder sogar einen gänzlichen Verzicht auf Verpackung. Vor allem Seifen und sogenannte feste Shampoos kommen inzwischen immer häufiger am Stück und machen eine (Plastik-)Verpackung überflüssig. Wir finden: ein genialer Trend!

Milchsäurebakterien: vom Joghurt in die Creme
Milchsäurebakterien (auch Probiotika genannt) kennen wir bisher vor allem aus dem Supermarkt. In vielen Joghurt- und Topfenprodukten sind solche Mikroorganismen enthalten. Sie sind dafür bekannt, die Darmflora zu unterstützen und zur Gesunderhaltung des Darms beizutragen. In der Forschung konnte nun herausgefunden werden, dass Milchsäurebakterien eine beruhigende Wirkung auf die Haut haben. Vor allem zur Linderung von Akne, gereizter Haut und Rosazea werden immer häufiger Probiotika eingesetzt. Masken und Pflegecremes mit solch lebenden Mikroorganismen sind außerdem dazu fähig, die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen.

Cannabisöl: Hanf für die Haut
Nein, keine Sorge, von modernen Hanf-Cremes wird niemand high. Das verwendete Hanföl enthält keinerlei berauschende Substanzen. Vielmehr hat Cannabisöl eine beruhigende Wirkung auf gereizte Haut. Vor allem Schuppenflechten, Ekzeme und Akne konnten mit dem Naturöl gut behandelt werden. Was hier so modern klingt, ist übrigens nicht wirklich neu. Bereits in der Antike wurden Cannabissalben zur Linderung bei entzündeter Haut verwendet. Heute wird der Wirkstoff oft in Kombination mit anderen Naturessenzen verarbeitet, um eine noch wirksamere Dosierung zu erreichen. So kommt es beispielsweise zu einer Kombination mit Ringelblumen- und Kamillenextrakten, um sensible Haut möglichst sanft zu salben. Auch werden Oliven- oder Rosenöl den Hanf-Essenzen beigemischt, um eine optimale Rückfettung zu erreichen. Doch egal in welcher Kombination, es bleibt eine Tatsache: Cannabis ist im Kommen.

Flüssige Peelings statt Mikroplastik
Zero-Waste-Kosmetik verzichtet auf Plastikverpackungen. Noch nachhaltiger sind nur solche Kosmetika, die außerdem den Einsatz von (Mikro-)Plastik in den Pflegeprodukten selbst vermeiden. Aktuell im Trend liegen vor allem sogenannte flüssige Peelings, die nicht mit mechanischen Schleifpartikeln, sondern kosmetischen Säuren (z. B. Glykolsäure) arbeiten. Solche Peelings weichen die oberste, verhornte Zellschicht vorsichtig auf und tragen auf diesem Weg angelagerte Rückstände ab. Wichtig: Die Essenzen sind zwar gering und hautfreundlich konzentriert, dennoch sollten empfindliche Hauttypen die neuen Peelings zunächst an einer kleinen Hautstelle austesten. Sicher ist eben sicher.

Transformative Texturen: Pflege mit Zauber-Effekt
Wenn Öl beim Einmassieren in die Haut zu einem Schaum wird oder aus einem kühlen Gel eine warme Milch-Essenz entsteht, ist das keine Hexerei, sondern modernste Kosmetik-Technologie. Als transformative Texturen werden solche Essenzen bezeichnet, die während der Benützung ihre Beschaffenheit verändern und damit die Vorzüge verschiedener Texturen in sich vereinen. Die Haut profitiert von der Pflegekraft zweier Essenzen in nur einer Anwendung. Das klingt nach Zukunftsmusik? Das ist es aber nicht! Willkommen im Jahr 2020! 

Übersicht zu diesem Artikel:
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