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Der Grünspargel (Asparagus officinalis) war bereits im 17. Jahrhundert in Klöstern und an Fürstenhöfen ein geschätztes Edelgemüse. Der weiße Spargel wird erst seit dem 19. Jahrhundert angebaut. Die botanische, lateinische Bezeichnung "officinalis“ bedeutet „Arznei“. Schon früh wurde die medizinische Wirkung dieser Pflanze erkannt.
Anbaugebiet und Angebot
Ursprung: Osteuropa, Vorder- und Mittelasien Hauptanbaugebiet: in fast allen Ländern mit gemäßigtem und warmem Klima Haupterntezeit: Mitte April bis Ende Juni (Sprichwort: „Kirschen rot, Spargel tot") Spargel wird frühmorgens, täglich frisch und immer mit der Hand geerntet (gestochen). Daher ist er recht teuer. Er wird in 500 Gramm-Bündeln oder lose verkauft. Im Herbst und Winter wird Spargel aus Südafrika, Süd- und Mittelamerika importiert. Form und Farbe Die Spargelstaude stirbt im Herbst ab. Aus dem ausdauernden Wurzelstock treiben im nächsten Frühjahr fingerdicke, junge Stängelsprossen mit feinen schuppenartigen Schutzblättern. Diese sind, abhängig von der Anbauart, weiß oder grün gefärbt. Eventuell haben sie violette Köpfe. Die Farbe des Spargels ist kein Sortenmerkmal, sondern von der Art des Anbaus abhängig. Weißspargel wird in angehäuften Hügelbeeten, vor der Sonne geschützt, kultiviert. Sobald der Spross aus der Erde bricht, wird er geerntet. Solange der Spargel in der Erde bleibt, ist er weiß. Grünspargel lässt man weiter wachsen, bis er 20 bis 30 Zentimeter aus der Erde ragt. Durch die Lichteinwirkung entsteht im Spargel Chlorophyll (Blattgrün). Dieses macht die grüne Farbe aus. Geschmack Durch den Gehalt an Blattgrün schmeckt Grünspargel kräftig würzig und nussig. Er ist intensiver als Weißspargel. Schwefelhaltige ätherische Öle und Vanillin sind für den typischen Spargelgeschmack verantwortlich.
Durchschnittlicher Gehalt in 100 Gramm essbarem Anteil:
Gesundheitswert
Reife und Qualität - Einkaufstipps
Je gleichmäßiger, gerader und dicker die Stangen, desto besser die Qualität. Dünner Spargel deutet auf zu viel Trockenheit während des Wachstums hin. Folgende Merkmale kennzeichnen qualitativ hochwertigen Spargel:
Lagerung Spargel gehört zu den leicht verderblichen Gemüsesorten. Grünspargel verdirbt auf Grund seiner Zartheit noch schneller. Spargel mit aufgesprungenen Köpfen fault schneller. Zur Lagerung eignet sich nur einwandfreier, frischer und ungeschälter Spargel. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich bis zu drei Tage. Dazu wird er in ein feuchtes Tuch oder in Plastik eingewickelt. Die sich unter der Plastikfolie bildende Feuchtigkeit schadet dem Spargel keineswegs. Der Vitaminverlust pro Tag ist allerdings sehr groß. Am ersten Tag beträgt der Vitaminverlust zwischen 40 und 50 Prozent. Am zweiten Tag bis zu 80 Prozent.
Verwendung
Richtige Zubereitung
Garen
Würzen Spargel nur mild würzen. So geht sein typischer Geschmack nicht verloren. Zu Spargel passen Petersilie, Dill und Kerbel. |